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 __**Die Zwerge**__ __**Die Zwerge**__
  
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 „Das Wasser hält dich heute am Leben. Der Stein hält deinen Namen tausend Jahre.“ „Das Wasser hält dich heute am Leben. Der Stein hält deinen Namen tausend Jahre.“
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 +Auch äußerlich unterscheiden sich die Zwerge Ariduns nur in einigen Punkten von den Zwergen anderer Länder. Sie sind klein, kräftig gebaut und von erstaunlicher Ausdauer. Breite Schultern, kräftige Arme und starke Hände zeugen von Generationen harter Arbeit in Minen, Werkstätten und Steinbrüchen. Die meisten Zwerge erreichen eine Größe zwischen einem Meter dreißig und einem Meter fünfzig, wirken durch ihren kompakten Körperbau jedoch oft größer und schwerer, als sie tatsächlich sind.
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 +Ihre Hautfarben unterscheiden sich kaum von denen anderer Völker und reichen von hell bis dunkel. Viele Zwerge verbringen einen Großteil ihres Lebens unter Tage, doch Bergarbeiter, Händler und Reisende, die regelmäßig die Oberfläche betreten, tragen nicht selten die Spuren der erbarmungslosen Sonne Ariduns. Gerötete Haut, vom Wind gezeichnete Gesichter und tiefe Lach- oder Sorgenfalten sind besonders bei älteren Zwergen keine Seltenheit.
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 +Haare und Bärte spielen im Alltag der Zwerge eine wichtige Rolle, jedoch aus anderen Gründen als bei vielen anderen Völkern. Sie gelten weder als Zeichen von Macht noch als Statussymbol. Ein langer Bart verschafft einem Zwerg weder Ansehen noch Autorität.
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 +Wie viele andere Dinge in ihrem Leben werden Haare und Bärte jedoch gepflegt, erhalten und nur selten grundlos verändert. Viele Zwerge tragen ihre Bärte über Jahrzehnte hinweg in denselben Flechtungen oder Mustern. Beschädigte Stellen werden ausgebessert, einzelne Strähnen neu eingeflochten und vertraute Formen beibehalten. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil Veränderungen nur selten als notwendig angesehen werden.
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 +Manche Zwerge flechten kleine Steinperlen, Metallstücke oder andere Erinnerungsstücke in Haar und Bart ein. Diese dienen weder der Zierde noch dem Schmuck. Vielmehr erinnern sie an Reisen, Bauwerke, Familienmitglieder oder andere Ereignisse, die dem Träger wichtig sind.
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 +Für Außenstehende wirkt dies oft wie eine seltsame Gewohnheit. Für die Zwerge selbst ist es lediglich ein weiterer Ausdruck ihrer tief verwurzelten Überzeugung, dass Dinge nicht leichtfertig aufgegeben werden sollten. Was erhalten werden kann, wird erhalten.
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 +Die Kleidung der Zwerge ist auf das Leben in Aridun abgestimmt. Leichte Stoffschichten, robuste Lederteile, Staubmäntel und Kopfbedeckungen zum Schutz vor Sonne und Sand sind weit verbreitet. Farben orientieren sich meist an den Tönen ihrer Umgebung: Ocker, Braun, Dunkelrot, Graublau und verschiedene Steinfarben prägen das Bild der Zwergenreiche.
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 +Besonders charakteristisch sind die sogenannten Steinmarken. Dabei handelt es sich um kleine, sorgfältig bearbeitete Steinplättchen, die häufig am Gürtel, an einer Halskette oder an Werkzeugen getragen werden. Jede Steinmarke besitzt eine Bedeutung. Manche erinnern an Familienmitglieder, andere an ein vollendetes Werk, ein gegebenes Versprechen oder ein bedeutendes Ereignis. Für Außenstehende wirken sie unscheinbar, doch für einen Zwerg stellen sie oft einen wertvolleren Besitz dar als Gold oder Edelsteine. Sie sind Erinnerungen, die bewahrt werden können – und damit etwas, das für einen Zwerg niemals verloren gehen darf.
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 Diese Vorstellung prägt die gesamte zwergische Kultur. Zwerge bewahren Dinge. Werkzeuge werden repariert statt ersetzt. Gebäude werden erweitert statt abgerissen. Metall wird eingeschmolzen und erneut verarbeitet. Selbst alltägliche Gegenstände tragen oft die Spuren zahlreicher Ausbesserungen und Generationen von Besitzern. Verschwendung gilt als Zeichen von Kurzsichtigkeit und wird von vielen Zwergen beinahe als moralisches Versagen betrachtet. Was noch einen Nutzen erfüllen kann, wird erhalten. Was bewahrt werden kann, darf nicht verloren gehen. Diese Vorstellung prägt die gesamte zwergische Kultur. Zwerge bewahren Dinge. Werkzeuge werden repariert statt ersetzt. Gebäude werden erweitert statt abgerissen. Metall wird eingeschmolzen und erneut verarbeitet. Selbst alltägliche Gegenstände tragen oft die Spuren zahlreicher Ausbesserungen und Generationen von Besitzern. Verschwendung gilt als Zeichen von Kurzsichtigkeit und wird von vielen Zwergen beinahe als moralisches Versagen betrachtet. Was noch einen Nutzen erfüllen kann, wird erhalten. Was bewahrt werden kann, darf nicht verloren gehen.

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